Chargekarte

Die Chargekarte ist die Kreditkarte, die in Deutschland am häufigsten verwendet wird. Bei der Vielzahl der unterschiedlichen Kreditkartenarten ist sie diejenige, die am beliebtesten ist und von vielen Kunden genutzt wird. Im Grunde wird dem Kunden durch diese Kreditkarte ein zinsloser Kurzkredit gewährt, denn die

Abrechnung erfolgt monatlich, die Beträge werden von einem vorher deklarierten Konto abgebucht. Bis zu fünf Wochen lang hat der Kunde Zeit, erst dann werden die mit der Chargekarte getätigten Einkäufe fällig. Der Rechnungsbetrag wird bequem per Lastschrift von dem Konto eingezogen. Zwischen dem Kartenumsatz und der tatsächlichen Kontobelastung können die bereits angesprochenen fünf Wochen liegen. Es gibt auch Kreditinstitute, die dem Kunden weitere 30 Tage zusätzlich einräumen, was die Dauer des zinslosen Kredites verlängert. So verlockend die Konditionen der Chargekarte auch klingen mögen, einige Faktoren sollte man nicht aus den Augen verlieren. So müssen die anfallenden Rechnungen immer in einer Summe bezahlt werden, Ratenzahlungen sind bei dieser Form der Kreditkarte nicht möglich. Es ist daher in jedem Fall sinnvoll, sämtliche Belege zu sammeln, um einen Überblick zu bekommen. Sonst kann es schnell einmal passieren, dass man bei seiner Budgetplanung den einen oder anderen Posten vergisst und erst dann darauf gebracht wird, wenn die Abbuchung erfolgt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Nutzer von Chargekarten zum Ende des Zahlungsintervalls böse Überraschungen erleben, weil sie sich an Einkäufe, die sie vor fünf Wochen gemacht haben, einfach nicht mehr erinnern können. Das zeitversetzte Bezahlen mit einer Kreditkarte ist also durchaus eine reizvolle Sache. Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, sollten aber immer im Hinterkopf bleiben.