Debitkarte

Die Meinungen darüber, ob es sich bei der Debitkarte tatsächlich um eine Kreditkarte handelt, gehen auseinander. Da ihr die Hochprägung fehlt, wird sie eher als EC-Karte betrachtet. Die sogenannte Hochprägung bietet eigene Kreditfunktionen und ist das, was eine Kreditkarte ausmacht. Die Debitkarte funktioniert nach

einem anderen Prinzip. Sämtliche Umsätze, die mit der Karte erzeugt werden, werden innerhalb kurzer Zeit, meist einiger Tage, von einem vorher festgelegten Konto abgebucht. In der Regel handelt es sich dabei um das Girokonto. Wenn sich das Konto im Soll befindet, wird mithilfe der Debitkarte direkt der Dispositionskredit belastet. Hier liegt der entscheidende Nachteil der Debitkarte, denn ein zinsloser Kredit ist mit ihr nicht möglich. Anders als bei klassischen Kreditkarten, die es bis zu fünf Wochen lang zulassen, die Beträge zinsfrei offen zu lassen, entstehen mit der Debitkarte die Zinsen, die für den Dispositionskredit anfallen. Und die sind bekanntlich nicht gerade niedrig. Der Vorteil der Debitkarte besteht dagegen in der Transparenz. Bei einem ausgeglichenen Konto muss man sich keine große Gedanken darüber machen, welche Umsätze in was für Zeiträumen entstanden sind und mit was für Summen das Konto belastet wird. Hier liegt der Nachteil der Kreditkarte, auch Chargekarten genannt. Die Kunden sollten sehr genau dokumentieren, welche Umsätze entstehen, damit es bei der Abrechnungen nicht zu bösen Überraschungen kommt. Die Debikarte verschafft hier zeitnah einen genauen Überblick. Wegen der fehlenden Möglichkeit, einen zinslosen Kredit zu erhalten, wird die Debitkarte im deutschsprachigen Raum nicht als Kreditkarte anerkannt. In einigen Ländern steht zudem das Wort "Debit" auf der Karte. Von diesem Hinweis abgesehen, unterscheidet sie sich optisch jedoch nicht von anderen Kreditkarten.