Kreditkartenbetrug
Die Abrechnung der Kreditkartennutzung kann mit einer bösen Überraschung enden. Wenn statt der erwarteten Posten plötzlich hohe Beträge für Elektrogeräte aus Asien oder teure Pelzmäntel aus Afrika auftauchen, dann ist man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Opfer von Kreditkartenbetrug geworden. Mehr als
50 Prozent der Deutschen sind im Besitz einer Kreditkarte. Die Nutzung ist allerdings gefährlicher, als die Bankinstitute es wahrhaben wollen. Die Missbrauchsfälle steigen in jedem Jahr weiter an, besonders das Geschäft mit dem Internet ist einer der Gründe. Im internationalen Zahlungsverkehr und beim Einkauf in Online-Shops ist der Einsatz der Kreditkarte oft ganz selbstverständlich, Tür und Tor für Betrug stehen weit offen. Die Betrüger sind bei der Wahl ihrer Methoden durchaus kreativ, das Wissen über die Machenschaften ist der beste Schutz. Die wohl bekannteste Methode ist das Kopieren des Magnetstreifens. Als Nutzer sollte man immer darauf achten, wo man einkauft und wer die Karte in die Hände bekommt. Beim Bezahlen ist Aufmerksamkeit gefragt. Ein verbreiteter Trick besteht darin, dem Kunden eine gefälschte Karte wieder zurückzugeben und die echte zu behalten. Bis der Kunde bemerkt, dass er nicht mehr seine eigene Karte hat, ist es meist schon zu spät. Aber die Gauner müssen nicht einmal im Besitz einer gestohlenen Karte sein. Tankstellenbelege, die oft arglos weggeworfen werden, enthalten alle wichtigen Informationen, die ein Betrüger braucht. Der beste Weg: Man nimmt den Tankstellenbeleg mit nach Hause und entsorgt ihn erst dort, am besten zerreißt man ihn vorher. Auch wenn man es kaum glauben mag, es gibt noch immer Menschen, die ihre geheime PIN auf einem Zettel in der Geldbörse aufbewahren. Wenn auf diese Weise der Zugang auf die Karte ermöglicht wird, ist der Kunde doppelt geschädigt, denn in diesem Fall liegt große Fahrlässigkeit vor und die Bank haftet nicht für den entstandenen Schaden.