Kreditkartengebühren

Es gibt Gerüchte, die halten sich hartnäckig. Eines davon ist die Annahme, dass Kreditkartenbesitzer für die für den Einkauf mit ihrer Karte hohe Gebühren entrichten müssen. Fakt ist, dass jeder Kreditkartenbesitzer in Deutschland und europaweit in den allermeisten Fällen überhaupt keine Gebühren zahlt,

das übernehmen die Zahlungsempfänger und die Geschäfte, in denen eingekauft wird. Trotzdem verlangen die Kreditinstitute vom Kreditkartennutzer, dass er für den Service zahlt. Bereitstellungsgebühren, Grundgebühren, Gebühren für Abhebungen an Geldautomaten oder dafür, dass der Kunde anfallende Zinsen zahlen muss, werden den Kunden in Rechnung gestellt. Zumindest die Jahresgrundgebühr fällt inzwischen bei vielen Instituten weg, ein Vergleich der verschiedenen Anbieter lohnt sich also. Wie hoch die zu zahlenden Zinsen sind, richtet sich nach der Art der Karte oder des Einkaufs. Wird zeitnah nach dem Einkaufen das Girokonto mit dem Betrag belastet, fallen häufig überhaupt keine Kosten an. Anders stellt es sich da, wenn Teilzahlungen vereinbart werden. Hier kann es zu Zinsen von bis zu 19 Prozent kommen. Bei der Nutzung der Kreditkarte im europäischen Ausland verlangen viele Kreditinstitute zusätzliche Gebühren. Auch hier lohnt sich ein Blick auf das Kleingedruckte oder besondere Angebote, die oft auf zusätzliche Gebühren verzichten. Es gibt durchaus Institute, die für die Kreditkartennutzung im europäischen Ausland grundsätzlich Gebühren verlangen, ohne Ausnahmen zu ermöglichen. In diesem Fall ist es sinnvoll, sich nach einem anderen Anbieter umzusehen. Die Höhe der Jahresgebühr, die für die Kreditkarte fällig wird, richtet sich in der Regel nach den Umsätzen, die mit der Karte erzielt werden. Wenn der Kunde zusätzlich zur Kreditkarte gleich noch ein Girokonto eröffnet, verzichten viele Anbieter komplett auf die Grundgebühr.