Prepaid Kreditkarten
Die neuen Prepaid-Kreditkarten
Beim Einkaufen einfach die Kreditkarte auf den Tisch legen zu können ist ein gutes Gefühl. Doch um eine solche zu bekommen, steht die Anfrage bei der Schufa an erster Stelle. Verläuft diese positiv, kann die Kreditkarte von den zuständigen Instituten herausgegeben werden.
Doch es gibt viele Menschen mit einem negativen Schufa-Eintrag, die auf diesem Weg keinen Anspruch auf eine Kreditkarte haben. Es gibt aber eine andere Möglichkeit, denn bei einer Prepaid-Kreditkarte sind solche Auskünfte nicht nötig. Seit 1887 besteht der Begriff Kreditkarte, doch erst seit wenigen Jahren lassen sich Waren oder Dienstleistungen auch auf dem Weg der Prepaid-Karte bezahlen.
Was ist eine Prepaid-Kreditkarte?
Das System funktioniert einfach und schützt die Nutzer vor der Schuldenfalle. Hier ist nur der Betrag zum Ausgeben bereit, der vorher aufgeladen wurde. Man kann es mit einem Handyvertrag vergleichen, denn auch bei Prepaid Modellen kann nur der aufgeladene Wert für bestimmte Dienste genutzt werden. Hingegen bei einem Vertrag gibt es kein Limit und am Ende des Monats wird eine Rechnung geliefert. So ist es auch mit der Verwendung einer Kreditkarte.
Es gibt nur einige kleine Bedingungen, die einem Abschluss im Wege stehen könnten, wie zum Beispiel das Alter. Es darf nur ein Prepaid-Vertrag, bei vorgewiesener Volljährigkeit abgeschlossen werden. Ist das der Fall, lässt sich der Abschluss ohne Probleme durchführen. Mit der Prepaid-Kreditkarte kann man vor allem Einkäufe ohne Bargeld erledigen und sogar in anderen Ländern ist es kein Problem eine fremde Währung abzuheben. Trotz der neuen Freiheit muss man jedoch auch damit rechnen, dass die neue Form der Kreditkarte noch recht kostspielig ist. Doch dafür hat sie viele Vorteile, welche man bei den üblichen Modellen vergeblich sucht.
Unterschied von der normalen Kreditkarte zum Prepaidmodell
Die übliche Kreditkarte funktioniert über ein Darlehen bei einem Institut. In der Regel sind es Banken, die den Kartenbesitzern eine bestimmte Summe zur Verfügung stellen. Das heißt, es wird vorerst nicht das Eigene, sondern fremdes Geld ausgegeben. Dieses muss man später jedoch an den Kreditgeber zurückzahlen. Bevor eine normale Kreditkarte ausgegeben wird, muss die Bank vor Aushändigung einer Karte die SCHUFA-Einträge und das Einkommen des Kreditnehmers überprüfen. Ohne diese Auskünfte ist ein Vertrag mit der Bank unmöglich. Sind alle Auskünfte im positiven Bereich, kann die Kreditkarte ausgegeben werden.
Im Falle der Prepaid-Kreditkarte müssen nur einige dieser Voraussetzungen zutreffen. Doch der größte Vorteil einer solchen Karte ist, dass der Nutzer das eigene Geld aufladen muss. Damit verbunden braucht auch das Bankunternehmen keinen Vorschuss zu leisten, den es später wieder einfordern muss. Somit ist man an einen festen Betrag gebunden, der mit der Karte zur Verfügung steht. Auch die Beantragung ist einfacher, weil keine Schufa-Anfrage gestellt werden muss und auch das Gehalt spielt für den Erhalt der Prepaid-Kreditkarte keine Rolle.
Vorteile und Nachteile
Auf den ersten Blick sind diese Kreditkarten sicher im Vorteil, doch auch hier gibt es einiges zu beachten. Weil diese Zahlungsweise erst seit einigen Jahren zur Verfügung steht, werden noch hohe Jahresgebühren berechnet. Das heißt, man investiert hier allein für die Anschaffung mehr, als es bei üblichen Kreditkarten der Fall ist.
Die Überlegung sich eine Prepaid-Karte zu beschaffen hat trotzdem einen enormen Vorteil und eignet sich deswegen für bestimmte Zielgruppen besonders. Da lediglich das eigene Kapital aufgeladen wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit der Schuldenfalle. Denn bei herkömmlichen Kreditkarten kann der Betrag nur durch einen einzigen Anruf beim Bankunternehmen vergrößert werden. Bei den Prepaidkarten wird nur das eigene Geld verwendet, was auch vorher aufgeladen wurde. Schon aus diesem Aspekt betrachtet sind die Karten eine gute Alternative.